Die Mortalität (von lat. mortalitas „Sterblichkeit"), Sterblichkeit oder Sterberate ist ein Begriff aus der Demografie. Sie bezeichnet die Anzahl der Todesfälle bezogen auf die Gesamtanzahl der Individuen oder, bei der spezifischen Sterberate, bezogen auf die Anzahl in der betreffenden Population, meist in einem bestimmten Zeitraum. Die Mortalität im Sinne von Sterbewahrscheinlichkeit findet sich in der ersten Spalte jeder Sterbetafel. Die Sterbeziffer oder Mortalitätsziffer bezeichnet das Verhältnis der Anzahl der Sterbefälle zum Durchschnittsbestand einer Population.Die rohe Mortalität ist die Anzahl der Todesfälle pro Gesamtbevölkerung pro Zeit, beispielsweise pro 1000 Personen und ein Jahr. Die altersspezifische Mortalität, zum Beispiel Kindersterblichkeit, gibt die Todesfälle pro Altersklasse pro Zeit an. Letalität ist die Mortalität bezogen auf die Gesamtzahl der an einer Krankheit Erkrankten. Bei der Säuglings- oder der Müttersterblichkeit bildet die Zahl der Ereignisse ...
In Deutschland gab und gibt es regionale Unterschiede in der perinatalen Sterblichkeit (PS). Im Zeitraum von 2005 bis 2009 gab es in Sachsen mit durchschnittlich 453 Todesfällen je 100.000 Geborene die geringste perinatale Sterblichkeit und in Nordrhein-Westfalen mit durchschnittlich 612 Fällen (12 % über dem Bundesdurchschnitt von 545 Fällen) die höchste. Eine überdurchschnittliche PS gab es auch in Bremen, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. In diesen Ländern war von 2005 bis 2009 entgegen der bundesweiten Entwicklung ein leichter Anstieg zu beobachten. In Baden-Württemberg, Thüringen und Bayern war die PS in diesem Zeitraum unterdurchschnittlich und nahm ab.[2] ...
Die Minimale Endogene Mortalität (MEM) ist ein Begriff aus der Risikoanalyse für technische, sicherheitsrelevante Systeme, wie etwa Kraftwerke oder Bahnanlagen (siehe Probabilistische Sicherheitsanalyse). MEM ist ein Maß für das akzeptierte (unvermeidliche) Risiko, durch die betreffende Technologie zu Tode zu kommen. Sie wird in der CENELEC-Norm EN 50126 beschrieben und konkretisiert als 0,0002 Todesfälle pro Person und Jahr. Dies ist statistisch die Mortalität (Sterberisiko) eines europäischen Jugendlichen. MEM wird hauptsächlich als absoluter Risikoschwellwert bei der Zulassung kompletter Systeme eingesetzt. Neue Systeme dürfen kein höheres Risiko haben als die bestehenden (in den Normen als GAMAB-Prinzip bezeichnet, von frz. Globalement Au Moins Aussi Bon). Da jeder Mensch „vielen" (normiert: 20) technischen Systemen gleichzeitig ausgesetzt ist, wird pro System ein Schwellwert von 1/20 MEM = 0,00001 Tote/Jahr festgesetzt. Dieser Wert darf von geplanten Neuerungen nicht ...