Carl Hermann Conrad Burmeister (* 15. Januar 1807 in Stralsund; † 2. Mai 1892 in Buenos Aires) war ein deutscher Naturwissenschaftler. Er arbeitete als Geograph, Geologe, Botaniker, Ornithologe, Meeresbiologe, Entomologe, Zoologe, Paläontologe und Meteorologe und veröffentlichte fast 300 wissenschaftliche Arbeiten. Er begründete die umfangreiche Sammlung der Zoologischen Fakultät der Universität Halle-Wittenberg. In Argentinien erwarb er sich Anerkennung und einen ähnlichen Ruf wie Alexander von Humboldt, mit dem er befreundet war. Er war in Buenos Aires Direktor des Museo Argentino de Ciencias Naturales Bernardino Rivadavia. Sein offizielles botanisches Autorenkürzel lautet „Burmeist.". Carl Hermann Conrad (spätere Schriftweise auch Karl Hermann Konrad, überwiegend nur Hermann Burmeister) kam als erstes Kind seiner Eltern Christian Hermann Burmeister (* 1. Februar 1766; † 7. Dezember 1824) und Wilhelmine Christine Burmeister, geb. Freund (* 3. März 1789) im damals zu ...
Die Bloodsucking Zombies from Outer Space sind eine 2002 gegründete österreichische Horrorpunk- und Psychobilly-Band aus Wien. Als Bezeichnung für die gespielte Musik verwendet die Band die Mischbezeichnung „Horrorbilly". Gewöhnlich besingt die Musikgruppe, die sich beeinflusst sieht von Personen wie Tobe Hooper, Lucio Fulci und Dario Argento und Bands wie Nekromantix und Mad Sin, auf humorvolle Weise die Themen und Klischees gängiger Horror-B-Movies (z. B. über Zombies, Mumien und Serienmörder, Friedhofs-Feten-Phantasien oder Draculas Cadillac). Die Bandmitglieder selbst halten an Pseudonymen und Attitüden fest, was sie auch bei Konzerten der Gruppe verstärkt zum Ausdruck bringen. Laut eigener Aussage stammt die Band vom weit entfernten Planeten Transilvania und kam auf die Erde, um „die Menschen mit der Musik des Bösen, dem Rock'n Roll, zu überfluten und den wohl mit Abstand blutigsten Rock'n Roll zu spielen, den Mutter Erde je erlebt hat." 2004 erschien das, bereits von ...
Die Triatominae sind eine Unterfamilie in der Familie der Raubwanzen (Reduviidae). Ihr Hauptverbreitungsgebiet liegt in den amerikanischen Tropen sowie in Mexiko und Zentralamerika. Beim Stich kann der Speichel einiger Arten bei Menschen, die gegen diesen allergisch sind, einen anaphylaktischen Schock auslösen. Je nach Schwere des Schocks können Symptome wie Ohnmacht, Durchfall, Fieber, Ausschlag und Atembeschwerden auftreten. In besonders schweren Fällen kann ein solcher Schock unbehandelt zum Tod führen. Selbst wenn der Stich nicht unbedingt immer zu spüren ist, führt er beim Menschen jedoch oft zur Bildung einer Quaddel und verursacht dann einen mehr oder minder starken Juckreiz. Etwa 30 Arten in Süd- und Mittelamerika, besonders aus den folgenden 4 Gattungen dieser Unterfamilie stechen Menschen und können dabei die Chagas-Krankheit übertragen: Triatoma Rhodnius Dipetalogaster PanstrongylusDie Übertragung erfolgt durch den Wanzenkot, der meistens zeitgleich in der Nähe der ...
... (* 9. Juni 1952 in Istanbul als Bülent Erkoç) ist eine türkische Sängerin der türkischen klassischen National- und Volksmusik (türkisch: Türk Sanat Müziği). Bülent Ersoy wurde als Junge geboren. Sie nahm Gesangsunterricht bei Spezialisten wie Melahat Pars und Ridvan Aytan. Nach Beendigung der Ausbildung am Konservatorium in Istanbul verbesserte Ersoy ihre Stimme und Musik. Sie fiel nicht nur durch ihre Sprachbegabung, sondern auch mit femininen Verhalten auf der Bühne auf. Auf dem Zenit der Karriere, die 1971 begann, unterzog sich Ersoy 1980 in London geschlechtsangleichenden Maßnahmen. Aufgrund dessen erhielt sie nach dem Militärputsch 1980 in der Türkei vom damaligen Staatspräsidenten Kenan Evren für acht Jahre Bühnenverbot. Dies veranlasste Ersoy, nach Freiburg im Breisgau ins Exil zu gehen. Nach Ersoys Rückkehr in die Türkei hatte sie mehr Selbstbewusstsein. Heute gilt sie als eine der bedeutendsten Stimmen der türkischen Kunstmusik (Sanat Müziği). Ersoy ...
... ist eine französische Gemeinde mit 1730 Einwohnern (Stand 1. Januar 2015) im Département Aude in der Region Okzitanien. La Palme ist Teil des Gemeindeverbandes Le Grand Narbonne und liegt in der Landschaft Corbières maritimes, am Étang de Lapalme, wo auch eine Saline, die Salin de Lapalme betrieben wird. Die Einwohner der Gemeinde heißen Palmistes. Ein Teil der landwirtschaftlichen Flächen dient dem Weinbau und die Weinberge liegen innerhalb der geschützten Herkunftsbezeichnungen Corbières, Fitou und Muscat de Rivesaltes. Darüber hinaus dürfen die Weine unter dem Namen der Landweine Vin de Pays des Coteaux du Littoral Audois sowie Vin de Pays d'Oc vermarktet werden. Die Gemeinde liegt im Regionalen Naturpark Narbonnaise en Méditerranée. Commons: La Palme - Sammlung von Bildern, Videos und ...
Die Honigpalme ist eine fiederblättrige (pinnate), einhäusige getrenntgeschlechtige (monözische) Palme mit einem massiven grauen Stamm, der bei alten Exemplaren bis zu 1,5 m Durchmesser und eine Höhe von 30 Metern erreichen kann. Sie trägt vier bis fünf Meter lange Blätter. Die bis zu 1,5 m langen Blütenstände (Infloreszenzen) tragen eingeschlechtige Blüten. Bei den Früchten handelt es sich um drei bis vier Zentimeter große, grüne und in der Reife gelbe Steinfrüchte, die einen Samen enthalten, der aussieht wie eine kleine Kokosnuss, und dessen weißes, fleischiges Nährgewebe (Endosperm) von Geruch und Geschmack ebenfalls daran erinnern, weshalb man sie in Chile coquitos (dt. Kokosnüsschen) nennt. ...
... ist eine Nagetiergattung aus der Gruppe der Neuweltmäuse. Die Gattung wurde erst im Jahr 2000 aufgestellt und umfasst vier Arten, die im südöstlichen Südamerika leben. Es sind relativ kleine Vertreter der Neuweltmäuse, ihr Fell ist an der Oberseite rötlich gefärbt, die Unterseite ist heller. Sie sind vorwiegend baumbewohnend, ansonsten ist über ihre Lebensweise wenig bekannt. Es werden vier Arten unterschieden: Juliomys ossitenius wurde erst 2007 erstbeschrieben. Die Art ist von Espírito Santo bis São Paulo verbreitet. Juliomys pictipes ist in Südost-Brasilien (São Paulo und Santa Catarina) und Nordost-Argentinien (Misiones) verbreitet. Die Art wurde früher in die Gattung Wilfredomys eingeordnet. Juliomys rimofrons wurde 2002 erstbeschrieben ist nur aus dem brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais bekannt. Juliomys ximenezi wurde 2016 aus dem südlichen Brasilien erstbeschrieben. Über den Gefährdungsgrad der Arten ist wenig bekannt. Die IUCN führt nur J. pictipes an und ...
... ist eine Art der Fadenwürmer (Nematoda). Es handelt sich um einen Pflanzenparasiten, der als Ektoparasit an den Wurzeln der Wirtspflanzen frisst. Ausgewachsene weibliche Nematoden der Art werden zwischen 1,2 und 1,8 Millimeter lang. Männchen bleiben etwas kürzer und erreichen Längen von 1,0 bis 1,3 Millimeter. Sind die Muskeln entspannt, sind die Männchen C-förmig, wohingegen die Weibchen in der Regel spiralig daliegen und selten C-förmig sind. Die Cuticula ist deutlich streifig. Auffallend ist der deutlich entwickelte, etwa 46 Mikrometer lange, lanzenförmige Dorn. Er wird verwendet, um die Wand der Wirtspflanze zu durchstechen und dann an der verletzten Stelle zu saugen. Die Weibchen verfügen über eine querverlaufende, eingedrückte Vulva mit zwei Zweigen von Gonaden, die in beide Richtungen verlaufen. Das Epitygma, die Vulvenklappe, ist kurz und zweilagig. Das hintere Wurmende ist abgerundet und deutlich geringelt, mit 8 bis 17 Ringen vom Anus bis zur Mitte des ...
... wächst mit zahlreichen Trieben und bildet große Polster mit Höhen von bis zu 1 Meter und einem Durchmesser von bis zu 5 Meter aus. Die kugel- bis keulenförmigen, tiefgrünen Einzeltriebe weisen Durchmesser von 8 bis 16 Zentimeter auf. Es sind acht scharfkantige, gehöckerte Rippen vorhanden. Die darauf befindlichen Areolen stehen weit voneinander entfernt. Die daraus entspringenden Dornen sind ockerfarben, rötlich oder etwas purpurfarben. Die vier bis sieben, abstehenden, geraden Mitteldornen sind kräftig und bis zu 6 Zentimeter lang. Die 10 bis 14 Randdornen sind ausstrahlend. Die oberen sind wie die Mitteldornen gestaltet, die unteren sind borstenartig. Die trichterförmigen, gelben Blüten erreichen eine Länge von 3 bis 4 Zentimeter und weisen einen ebensolchen Durchmesser auf. Die 2 bis 3 Zentimeter langen gelben, kugelförmigen Früchte sind fleischig. ...
Der Rotblaue Kolumbianer (Hyphessobrycon columbianus) ist ein kleinbleibender Süßwasserfisch aus der Familie der Echten Salmler (Characidae). Er lebt im Nordwesten Kolumbiens, nahe der Grenze zu Panama und der Küste der Karibik in kleinen, langsam fließenden Bächen, die in den Rio Acandi münden. Die Fische wurden 1995 erstmals als Süßwasserzierfische nach Deutschland eingeführt und zunächst für Angehörige der Gattung Astyanax gehalten. Nach einer Fehlbestimmung als Hyphessobrycon ecuadoriensis wurden sie erst 2002 wissenschaftlich beschrieben. Die Fische werden sieben Zentimeter lang. Wie die meisten anderen Arten der Gattung Hyphessobrycon sind sie hochrückig. Der Körper ist schillernd bläulich gefärbt, die Flossen sind rot. Ihre Rückenflosse wird von zwei ungeteilten und neun geteilten Flossenstrahlen gestützt. Bei der Afterflosse sind es drei ungeteilte und 23 geteilte Flossenstrahlen. Die Wirbelsäule hat 34 Wirbel. Bei den Männchen ist die Rückenflosse etwas höher und ...
Der Juris Doctor (Abk. J.D., latein. Gelehrter des Rechts) ist ein akademischer Grad in der Rechtswissenschaft, der hauptsächlich in den Vereinigten Staaten und in Kanada (außerhalb der frankophonen Provinz Québec) verliehen wird. Es handelt sich dabei um ein Berufsdoktorat, das ohne zusätzliche Promotionsleistung als Abschluss des Studiums verliehen wird. Einige Universitäten in Australien, Hongkong und Japan vergeben diesen in letzter Zeit ebenfalls. Manche wenige Universitäten verleihen den Titel in seiner englischen statt seiner lateinischen Bezeichnung als Doctor of Jurisprudence, abgekürzt D. Jur. Als Abschluss des universitären Teils der Juristenausbildung ist der J.D. mit dem 1. Staatsexamen in Deutschland vergleichbar. Der amerikanische J.D. ist ein erlernter Doktor (Berufsdoktorat, professional doctorate), im Gegensatz zu einem Doktorgrad, der auf Forschung basiert (s. Doktor der Rechtswissenschaften). Es gibt bisher weder allgemein gültige Regelungen für Zwischen- und ...
Das Bleiche Lippenbechermoos (Chiloscyphus pallescens) ist ein niederliegendes Lebermoos. Eine Sporenreife erfolgt meist im Frühjahr. Diese erfolgt jedoch recht selten. Durch die Zerstörung von Feuchtbiotopen geht die Art derzeit leicht zurück. Das Bleiche Lippenbechermoos bildet blasse gelblichgrüne bis bräunlichgrüne durchsichtige Rasen oder wächst eingesprengt vereinzelt zwischen anderen Moosen. Einzelne Pflanzen werden bis 8 cm lang und etwa 3 mm breit. Die etwas schief gestellten, herablaufenden Flankenblätter sind mehr oder minder rechteckig, um die Hälfte länger als breit und sind an der Spitze häufiger auch etwas ausgerandet. Die schwach verdickten Zellen der Flankenblätter werden in der Blattmitte etwa 40 bis 70 µm lang und 30 bis 45 µm breit. Sie enthalten 1 bis 15 Ölkörper pro Zelle. Die Unterblätter sind charakteristisch tief in 2 lange, dünne Lappen gespalten und sind meist etwas zurückgekrümmt. Verwechslungsgefahr besteht mit anderen beblätterten Lebermoosen ...
... ist eine in den Regenwäldern Westafrikas heimische Palmengattung. Sie ist der einzige Vertreter der Tribus Podococceae. Die Vertreter sind schlanke, aufrechte, unbewehrte Palmen mit gefiederten Blättern. Sie wachsen in Gruppen. Sie sind monözisch und blühen mehrmals. Der Stamm ist aufrecht, schlank, Röhricht-artig, oder er ist unterirdisch. Er ist mit rötlich-braunen, faserigen Blattbasen bedeckt, später auch von diesen frei und mit Ringen der Blattnarben versehen. An der Stammbasis sind achselständige Stolone vorhanden, die sich horizontal ausbreiten, schließlich aufrecht wachsen, Wurzeln ausbilden und derart neue Sprosse bilden. Es werden auch Wurzeln mit Pneumatophoren gebildet. Die Chromosomenzahl ist unbekannt. Eine Palme bildet wenige, gefiederte Blätter. Die ersten Blätter an neuen Sprossen sind ungeteilt, elliptisch, mit fiederig stehenden Rippen, gezähntem Rand und leicht zweiteiligem (bifidem) Ende. Die Blattscheide ist röhrig und reißt gegenüber dem ...