Der englische Begriff Disaster Recovery (im Deutschen auch Katastrophenwiederherstellung oder Notfallwiederherstellung genannt) bezeichnet Maßnahmen, die nach einem Unglücksfall in der Informationstechnik eingeleitet werden. Dazu zählt sowohl die Datenwiederherstellung als auch das Ersetzen nicht mehr benutzbarer Infrastruktur, Hardware und Organisation. Umfassender als Disaster Recovery ist der Begriff Business Continuity, der nicht die Wiederherstellung der IT-Dienste, sondern unterbrechungsfreie Geschäftsabläufe in den Vordergrund stellt. Bei der Beurteilung einer Disaster-Recovery-Lösung sind folgende Punkte einer Business Impact Analyse zu beachten: Recovery Time Objective (RTO) - Wie lange darf ein Geschäftsprozess/System ausfallen? Bei der Recovery Time Objective handelt es sich um die Zeit, die vom Zeitpunkt des Schadens bis zur vollständigen Wiederherstellung der Geschäftsprozesse (Wiederherstellung von: Infrastruktur - Daten - Nacharbeitung von Daten - Wiederaufnahme der ...
Ein Memristor - der Name ist ein Kofferwort aus englisch memory (Speicher) und resistor (elektrischer Widerstand) - ist ein passives elektrisches Bauelement, dessen elektrischer Widerstand nicht konstant ist, sondern von seiner Vergangenheit abhängt. Der aktuelle Widerstand dieses Bauelements ist davon abhängig, wie viele Ladungen in welcher Richtung geflossen sind. Damit ist der Widerstandswert über den zeitlichen Verlauf des geflossenen Stroms einstellbar. Dieser Widerstand bleibt auch ohne Energiezufuhr erhalten. Memristoren werden neben dem Widerstand, dem Kondensator und der Spule als viertes fundamentales passives Bauelement angesehen. Leon Chua, von der University of California, Berkeley, beschrieb bereits im Jahr 1971 den zum damaligen Zeitpunkt noch nicht als passives Bauelement existierenden Memristor und seine Eigenschaften. Die erste physikalische Realisierung eines Dünnschichtverbundes mit solchen Eigenschaften wurde jedoch erst im Jahr 2007 mitgeteilt. Im April 2008 haben ...
... ist der Familienname folgender Personen: Émile Ess (1932-1990), Schweizer Ruderer Franz Joseph Ess (1735-1796), deutscher Porzellanbildner Hans van Ess (* 1962), deutscher Sinologe und Josef van Ess (* 1934), deutscher Islamwissenschaftler Margarete van Ess (* 1960), deutsche Vorderasiatische Archäologin Martina Ess (* 1980), österreichische Politikerin (ÖVP)ESS steht für: Energy storage system, englisch für Energiespeichersystem Evolutionär stabile Strategie das Unternehmen ESS Technology Inc., ein Hardware- und Chipsatzhersteller ESS (ElectroStatic Sound), ein ehemaliger Hersteller von Lautsprecherboxen die Europäische Sicherheitsstrategie die Eßlinger Städtische Straßenbahn, siehe Städtischer Verkehrsbetrieb Esslingen am Neckar eine Schule in Seligenstadt (Hessen) Einhardschule Seligenstadt die Edith-Stein-Schule Erfurt die Edith-Stein-Schule (Darmstadt) Employee Self Service, ein Baustein im Personalwirtschaftsmodul des SAP-(R)-Systems Empty-Sella-Syndrom, ein Krankheitsbild ...
... ist die papierlose, elektronische Zusammenstellung von Dokumenten. Dafür werden elektronische Speichermedien verwendet. Die gespeicherten Dokumente (Dateien wie Texte, Bilder oder Videos) können intern in Netzwerken oder öffentlich auf Internetplattformen online zugänglich gemacht werden. Digitale Dokumentation wird heutzutage in allen Bereichen angewendet, sei es in der Wirtschaft, in wissenschaftlichen oder behördlichen Institutionen oder im privaten Bereich. Das Internet gilt auch als digitales Gedächtnis, da einmal gespeicherte Informationen auf unbestimmte Zeit abrufbar sind. Durch die rasante technische Entwicklung unterliegt dieses Phänomen einem permanenten Wandel, erschwert eine angepasste rechtliche Regelung und wirkt sich auf die Gesellschaft und das Leben der einzelnen Menschen aus. Jeder, der sich im Internet bewegt, hinterlässt sogenannte digitale Spuren, es gibt kaum eine Tätigkeit, die nicht dokumentiert wird. Bei Google oder Facebook werden ...
... und Tesla Powerpack des Elektroauto-Herstellers Tesla Motors sind Lithium-Ionen-Akkumulatoren, die als Solarbatterie für Privathaushalte unter der Bezeichnung Powerwall angeboten werden, und mit ca. zehnfacher Basis-Kapazität als Powerpack für gewerbliche Anwendungen. Das elektrische Energiespeichersystem besteht aus Akkumulatoren, Ladesteuerung und einem Flüssigkeitskühlsystem.Das bisher vorwiegend als Elektroauto-Produzent bekannte kalifornische Unternehmen Tesla Motors kündigte am 1. Mai 2015 den Einstieg in die Produktion der Powerwall an. Die Produktion der Powerwall erfolgt seit Oktober 2015 in der Tesla Gigafactory bei Reno (Nevada). Die Tesla Powerwall enthält flüssigkeitsgekühlte Lithium-Ionen-Zellen. Die Powerwall verfügt über eine eigene Steuerung und Datenverbindung, so dass sie untereinander, mit anderen Geräten im Haushalt („Smart Home") und mit einem intelligenten Stromnetz („Smart Grid") vernetzt werden können. Auch ist es möglich, zum Beispiel ...
Das Drei-Speicher-Modell ist ein 1968 von den Psychologen Richard C. Atkinson und Richard Shiffrin vorgeschlagene Modell zur Erklärung des Prozesses der Informationsverarbeitung und -speicherung beim Menschen und des Prozesses der Erinnerungsbildung. Das Modell besteht aus drei Subsystemen: dem sensorischen Gedächtnis, einem flüchtigen Speicher für sensorische Informationen dem Kurzzeitgedächtnis, einem Speichersystem mit begrenzter Kapazität zur Zwischenspeicherung und dem Langzeitgedächtnis, einem unbegrenzt aufnahmefähigem und zeitüberdauerndem SpeicherDas Drei-Speicher-Modell wird auch als Dreistufenmodell oder als Atkinson-Shiffrin-Modell bezeichnetund gehört zu den Mehrspeichermodellen, welche davon ausgehen, dass das menschliche Gedächtnis aus verschiedenen Gedächtnisebenen besteht. An erster Stelle des Drei-Speicher-Modells nach Atkinson und Shiffrin steht das Sensorische Gedächtnis. Hierbei handelt es sich um ein flüchtiges Gedächtnis, welches zwar über eine enorme ...
... bezeichnet allgemein die Kombination verschiedener Techniken für den Antrieb. Der Antrieb ist also hybrid. Eine ausführliche technische Definition erarbeitet die WIPO, in der die Patentämter der Mitgliedsstaaten Definitionen zur Klassifikation der eingereichten Patente erarbeiten. Die aktuellen Unterscheidungsmerkmale stellt beispielsweise das deutsche Patent- und Markenamt zur Verfügung. → Hauptartikel: Hybridelektrokraftfahrzeug Ein Hybridfahrzeug ist nach EU-Definition ein Fahrzeug, in dem mindestens zwei Energieumwandler und zwei im Fahrzeug eingebaute Energiespeichersysteme vorhanden sind, um das Fahrzeug anzutreiben.In einem Hybridelektrokraftfahrzeug sind ein Elektromotor und meistens ein Otto- oder Dieselmotor die beiden Energiewandler; ein Akkumulator und ein Kraftstofftank oder Gastank sind die beiden Energiespeicher. Es wurden aber auch andere Kombinationen realisiert, z. B. Stirlingmotor mit hydraulischem Antrieb und pneumatischem Akkumulator.Die einzelnen Motoren ...
Der Baum des Wissens ist ein klassisches epistemologisches Ordnungssystem, das der botanischen Semantik entlehnt ist. Es geht zurück auf die platonische Dihairesis, auf der sowohl die aristotelischen Kategorien als auch die Isagoge des Porphyrios von Tyros basieren. Der Übersetzer und Kommentator Boëthius visualisierte das System im 6. Jahrhundert erstmals als Baum, und Petrus Hispanus führte es um 1240 unter dem Namen Porphyrianischer Baum (Arbor porphyriana) in die Wissenschaftsgeschichte ein.Vergleichbare Strukturen liegen mehreren spätantiken und mittelalterlichen Enzyklopädien zugrunde, etwa Ramon Llulls Arbor scientiae (1295) oder dem Theatrum humanae vitae Theodor Zwingers, 1565. Die auch von Francis Bacon (1561-1626) aufgenommene Metapher wurde zuletzt von Diderot in der Encyclopédie genutzt, wobei sich Grenzen ihrer Nützlichkeit zeigten. Baum der Wissenschaft nannte Descartes das große Buch der Welt, die Gesamtheit des Wissens und der Wissenschaften. Vor der Baummetapher wurde ...
Ein Inferenzbaum (inferenz von lat. Infero = ‚hineintragen', ‚folgern', ‚schließen') bezeichnet in der Informatik, im Speziellen im Bereich der Softwareentwicklung, einen Graphen zur Darstellung von Entscheidungen und Folgerungen. Dabei ähnelt der Inferenzbaum in seiner Abbildung dem Binärbaum, indem die Ergebnisse einer Schlussfolgerung durch die beiden Kinder eines Knotens repräsentiert werden. Der Inferenzbaum dient somit der Visualisierungen von Entscheidungsprozessen und deren Ergebnissen, die durch das Schlussfolgern bzw. Auswerten von Datenbeständen oder Systemzuständen mit Hilfe anhand eines entsprechenden Regelwerkes zustande kommen. Eine so genannte Inferenzmaschine wendet das Regelwerk bei der automatisierten Analyse und Auswertung an. Inferenzbäume werden in der Softwareentwicklung eingesetzt, um im Rahmen des Qualitätsmanagements die Phasen und Methoden eines Entwicklungs- und Testprozesses gem. ihrer Güte und Zuverlässigkeit auf Grundlage von Fehlerdaten beurteilen ...
Die Datenanalyse verwendet statistische Methoden, um aus erhobenen numerischen Daten Information zu gewinnen. Die deskriptive Datenanalyse beschreibt die Daten einer ausgewählten Stichprobe oder bei Totalerhebung die Daten der Grundgesamtheit durch Kennzahlen oder grafische Darstellung. Die inferenzielle Datenanalyse schließt von der erhobenen Stichprobe auf die Eigenschaften der nicht erhobenen Grundgesamtheit. Die explorative Datenanalyse dient dem Entdecken von Zusammenhängen zwischen verschiedenen Variablen. Die kontextbasierte Datenanalyse dient dem Entdecken von Konstellationen in inhaltlich zusammenhängenden Daten.Statistische Datenanalysen sind ein fester Bestandteil in vielen Bereichen des täglichen Lebens. Das reicht von der Umfrageforschung über prospektive klinische Studien bis hin zu Analysen von latenten Zusammenhängen in sehr großen Datenbeständen (data mining). Oftmals und zunehmend wird mit Prozentzahlen argumentiert und einschlägiges Datenmaterial präsentiert, das ...
... (abgekürzt Spybot-S&D) ist ein proprietäres Anti-Spyware-Programm für Windows. Neben dem Entfernen zahlreicher verbreiteter Spyware und Adware besitzt es noch einige zusätzliche Funktionen. Eine davon ist die Möglichkeit, Datenspuren über zuletzt verwendete Dateien und Webseiten zu beseitigen, eine weitere die Verwaltung der beim Booten des Betriebssystems zu startenden Programme. Versionen ab 2.0.12 laufen unter allen Windows-Varianten ab Windows XP. Die ebenfalls noch unterstützte Version 1.6.2 läuft auch unter älteren Windows-Versionen ab Windows 95. Das Programm ist in der Grundversion für Privatanwender kostenlos. Unternehmen und Institutionen müssen dagegen eine jährlich zu verlängernde, kostenpflichtige Lizenz zur Nutzung erwerben. Ab der Version 2.0.12 gibt es auch für Privatanwender die Möglichkeit, eine Lizenz zu erwerben, die zusätzliche Funktionen freischaltet. Ab Version 2.1 tragen die Bezahlversionen den Zusatz "+AV" im Produktnamen und ...
... (englische Aussprache [ˈbuːtən]; von engl.: to boot), Hochfahren, Starten oder auch Urladen bezeichnet das Laden des Betriebssystems eines Computers, wie es in der Regel nach dem Einschalten erforderlich ist. Das Wort booten ist eine Kurzform von bootstrap loading, sinngemäß laden per Bootstrap.Der Bootprozess eines Computers verläuft in mehreren Stufen. Nach dem Einschalten wird zunächst ein einfaches Programm aus einem kleinen Festwertspeicher (ROM) gelesen. Dieses Programm erlaubt das Starten eines komplexeren Programms, das dann beispielsweise ein Betriebssystem startet. Bei frühen Computern (Vor den 1970er Jahren) war oftmals kein Festwertspeicher (ROM) vorhanden, hier musste die erste Stufe des Bootprozesses mittels Maschinenkonsole (Tastatur) von Hand in den Speicher geschrieben werden, damit das Betriebssystem dann von externen Speichergeräten eingelesen werden konnte. Auf allen aktuell gebräuchlichen Computern und computergesteuerten Geräten/Anlagen beginnt der ...
Die orthogonale Summe ist im mathematischen Teilgebiet der linearen Algebra eine Konstruktion, die aus einer Familie von Skalarprodukträumen (oder allgemeineren Räumen) einen einzigen Skalarproduktraum, die orthogonale Summe der Familie, bildet, in den sich die Skalarprodukträume als paarweise orthogonale Unterräume einbetten lassen. Die orthogonale Summe ist gewissermaßen die minimal mögliche solcher Konstruktionen. Das auf diesem Raum definierte Skalarprodukt nennt man auch orthogonale Summe oder direkte Summe der einzelnen Skalarprodukte auf den einzelnen Räumen. In der Funktionalanalysis überträgt man diese Konstruktion auf Hilberträume und spricht dann auch von der (direkten) Hilbertsumme oder Hilbertraumsumme. Zunächst betrachtet man zwei Skalarprodukträume X {\displaystyle X} und Y {\displaystyle Y} über demselben Körper K {\displaystyle K} mit den Skalarprodukten ⟨ ⋅ , ⋅ ⟩ X {\displaystyle \langle \cdot ,\cdot \rangle _{X}} bzw. ⟨ ⋅ , ⋅ ⟩ Y {\displaystyle ...