Der Fuchs-Fleck (auch: Fuchs'scher Fleck), benannt nach dem Augenarzt Ernst Fuchs, ist ein schwarzer Fleck in der Makula durch Wucherung des Pigmentephitels. Der Fuchs-Fleck ist ein Augenleiden bedingt durch schwere Kurzsichtigkeit. Infolge von Dehnungsvorgängen kommt es zu Blutungen in der Netzhaut, häufig mit subretinaler Neovaskularisation. Die Folge ist ein Sehschärfenverlust. Die Symptome ähneln denen der Makuladegeneration. Erstes Symptom ist das Phänomen, dass vertikale oder horizontale Linien nicht mehr gerade, sondern wellenförmig wahrgenommen werden. Erst nach einigen Tagen oder auch Wochen erscheint an der Stelle ein schwarzer Fleck, der das Sehen behindert. Mit fortschreitender Vernarbung kann es zu einer völligen Heilung kommen. Die Narbe ist in dem Fall nur noch bei einer Augenspiegelung nachweisbar. Im Falle einer pigmentierten Narbe bleibt die Sehschärfe beeinträchtigt. Bisher ist keine ursächliche Behandlung bekannt. Falls es zur Neubildung von Blutgefäßen kommt, ...
Die Luther-Bedingung ist sowohl in der Farbfotografie als auch in der Farbmesstechnik eine technische Forderung nach geeigneten Analysekomponenten, mit denen die menschliche Farbwahrnehmung bestmöglich simuliert werden soll. Benannt ist diese Forderung nach dem deutschen Kolloid- und Fotochemiker Robert Thomas Dietrich Luther, der sie 1927 in seiner wissenschaftlichen Schrift Aus dem Gebiete der Farbreizmetrik erstmals formuliert hatte. Robert Luther war einer der bedeutendsten Schüler des Chemie-Nobelpreis-Trägers Wilhelm Ostwald. Das eigentliche Forschungs- und Lehrgebiet Luthers war die Fotografie, doch wie sein Doktorvater Ostwald beschäftigte er sich auch mit der Farbenlehre. So wird nachvollziehbar, dass Luther wichtige Fortschritte auf dem Gebiet der Farbfotografie und Farbmesstechnik gelangen. Einerseits entwickelte er ein Verfahren, mit dem später die spektrale Empfindlichkeit fotografischer Materialien standardisiert wurde. Andererseits wollte er den aus der Schwarzweißfotografie ...
Als Kornrasterverfahren bezeichnet man ein fotografisches Verfahren der Farbfotografie, das nach der additiven Farbmischung arbeitet. Bei fotografischen Filmen oder Platten, die nach dem Kornrasterverfahren arbeiten, befinden sich vor der Emulsionsschicht eines Schwarzweißfilms Farbstoffpartikel, die in den drei additiven Grundfarben eingefärbt sind; diese Partikel sind - im Gegensatz zum Linienrasterverfahren - unregelmäßig angeordnet und wirken bei der Aufnahme und Projektion wie Farbfilter. Beispiele für Kornrasterfilme sind: Cinécolor von Lumière, Lignose, ein Naturfarbenfilm. Auch die Autochromes arbeiteten nach dem Kornrasterverfahren. Die Autochromplatte darf nicht mit dem Autochromverfahren der Drucktechnik verwechselt werden. Die Grundlagen der Farbfotografie gehen auf Experimente von James Clerk Maxwell aus dem Jahr 1861 zurück, die auf den zu Beginn des 19. Jahrhunderts von Thomas Young entwickelten Theorien über die physiologischen Grundlagen der Farbwahrnehmung basierten. ...
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden Fluorescein arsenical helix binder, kurz FlAsH-EDT2, ist eine vom Fluoreszenzfarbstoff Fluorescein abgeleitete arsenhaltige chemische Verbindung, die in Peptiden und Proteinen selektiv an bestimmte Strukturen (sog. Tetracysteinsequenzen) binden kann. Nach Bindung an seine Zielstruktur und einer Anregung mit kurzwelligem Licht zeigt FlAsH eine Fluoreszenz. FlAsH-EDT2 ist daher als Protein-Tag zur selektiven Markierung und Identifizierung von Proteinen geeignet. Ebenso wird dieser Farbstoff als ein Fluorophor für Förster-Resonanzenergietransfers (FRET) verwendet. Die bevorzugte Bindungsstruktur für FlAsH-EDT2 ist eine Tetracysteinsequenz, die aus vier Cysteinbausteinen und einem aus zwei Aminosäuren bestehenden Spacer in der Form CCXXCC aufgebaut ist. Mit niedrigerer Affinität bindet FlAsH-EDT2 auch an andere Strukturen, wie z. B. CXXC. FlAsH-EDT2 kann in einer Zweischrittsynthese aus 4',5'-Bis(acetoxymercuri)fluorescein synthetisiert ...
... (Silberwolken) ist eine kinetische Rauminstallation des amerikanischen Pop-Art-Künstlers Andy Warhol aus dem Jahr 1966. Die Installation besteht aus silbernen, mit Helium gefüllten Luftballons aus Polyethylen in Kissenform, der Größe 99 × 150 × 38 cm. Das spiegelnde Material gibt die Umgebung verzerrt wieder. Durch das Traggas schweben die Ballons im vollgefüllten Zustand unter der Zimmerdecke, sinken jedoch nach einiger Zeit aufgrund des Gasverlustes auf den Boden hinab. In der ursprünglichen Präsentation wurden die Ballons mit Hilfe von Gewichten auf halber Raumhöhe gehalten, später schwebten die Luftkissen frei im Raum umher. Die Wolken reagieren auf Berührung, Luftzug, Temperaturänderungen und statische Elektrizität. Sobald ein Kissen ein anderes berührt, entsteht eine Kettenreaktion und es dauert eine gewisse Zeit, bis sich die Objekte wieder beruhigt haben. Das ständige Spiel aus Aktivität und Passivität erzeugt beim Betrachter den Eindruck, als hätten die ...
... ist eine besondere Kategorie der Fotografie, bei der die realen Farbhelligkeitsnuancen von Objekten in einem bildgebenden Verfahren in unbunten Grauwertabstufungen, einschließlich der Extremwerte Schwarz und Weiß, auf einem Bildspeicher fixiert werden. Ursprünglich sprach man von einem Graustufenfoto. Vor Aufkommen der Farbfotografie hatte das Schwarzweißverfahren keinen Namen, mangels Alternativen sprach man allgemein von Fotografie. Die lichtabhängigen chemischen Veränderungen einer beschichteten Oberfläche und deren Nutzung als Bildspeicher bezeichnet man heute oft als „analoge" Fotografie, um sie von digitalen Bildaufzeichnungsverfahren abzugrenzen. Die Digitalfotografie verbindet fotoelektrische Methoden der Bilderfassung mit Speichertechniken der elektronischen Datenverarbeitung. Neben den verschiedenen Silberbildverfahren und der modernen digitalen Bildaufzeichnung werden auch Kombinationen beider Methoden verwendet. Alle fotografischen Verfahren aus der ...
... (spanisch wild, ungezähmt) ist ein spanischer Motorradhersteller. Seit 1985 gehört die Marke zum japanischen Honda-Konzern. Im Jahr 1939 begann der spanische Unternehmer Pere Permanyer Puigjaner in einer Werkstatt in Barcelona Gasgeneratoren für Automobile herzustellen. Auf Grund der Nachfrage musste das Unternehmen mit dem Namen PPP schon bald in größere Fabrikräume umziehen. Schon seit seiner Militärzeit verband Permanyer eine Freundschaft mit Josep Antoni Soler i Urgell. Über ihn lernte er 1944 Francisco X. Bultó kennen und das Trio beschloss, in den Räumen von PPP in Barcelona Motorräder herzustellen. Schon im Februar 1945 war der erste noch namenlose Prototyp fertiggestellt und dem Königlichen Motorradclub von Katalonien für Tests übergeben. Im Juni 1945 wurden die ersten Motorräder unter der Bezeichnung Montesa auf der Motorradmesse in Barcelona gezeigt. Dabei handelte es sich um die Grundversion des Typs A-4 mit 98 cm³ Hubraum und Dreigang-Handschaltung, ein so ...
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden Fluorescein arsenical helix binder, kurz FlAsH-EDT2, ist eine vom Fluoreszenzfarbstoff Fluorescein abgeleitete arsenhaltige chemische Verbindung, die in Peptiden und Proteinen selektiv an bestimmte Strukturen (sog. Tetracysteinsequenzen) binden kann. Nach Bindung an seine Zielstruktur und einer Anregung mit kurzwelligem Licht zeigt FlAsH eine Fluoreszenz. FlAsH-EDT2 ist daher als Protein-Tag zur selektiven Markierung und Identifizierung von Proteinen geeignet. Ebenso wird dieser Farbstoff als ein Fluorophor für Förster-Resonanzenergietransfers (FRET) verwendet. Die bevorzugte Bindungsstruktur für FlAsH-EDT2 ist eine Tetracysteinsequenz, die aus vier Cysteinbausteinen und einem aus zwei Aminosäuren bestehenden Spacer in der Form CCXXCC aufgebaut ist. Mit niedrigerer Affinität bindet FlAsH-EDT2 auch an andere Strukturen, wie z. B. CXXC. FlAsH-EDT2 kann in einer Zweischrittsynthese aus 4',5'-Bis(acetoxymercuri)fluorescein synthetisiert ...
Die Glucose-Optrode ist ein biochemischer Sensor zur Bestimmung der Konzentration von Glucose in einer Lösung. Die Glucose-Optrode ist Teil einer Dialysehohlfaser. Durch diese Hohlfaser wird Fluorescein in einem Teil eines Messvolumens zur Fluoreszenz angeregt. Im nicht angeregten Teil des Messvolumen befinden sich, an das Bindeprotein Con-A gebunden, Dextran-Fluorescein-Moleküle. In das Messvolumen kann Glucose durch eine Membran eindringen. Glucose konkurriert nun mit dem Dextran um die Plätze am Bindeprotein. Es stellt sich ein Gleichgewicht ein, da Dextran und Glucose gleich gut am Bindeprotein binden. Im angeregten Raum der Messlösung befinden sich somit die gleiche Menge Glucose und Dextran. Das an das Dextran gebundene Fluorescein fluoresziert. Die Helligkeit ist proportional zur Glucosekonzentration ...
Die Ophthalmoskopie (gr. ὀφθαλμοσκοπία, ophthalmoskopia - „die Anschauung des Auges") bzw. Augenspiegelung oder auch Fundoskopie (vom lateinischen fundus im Sinne von Augenhintergrund) ist die Inspektion zur Beurteilung der einsehbaren Teile des Auges. Insbesondere die Netzhaut (Retina) und die sie versorgenden Blutgefäße können untersucht werden. Die aus der Sehnervpapille (blinder Fleck) entspringenden, hell-rot erscheinenden Arterien überkreuzen die dunkel-rot erscheinenden Venen der Retina. Oft wird eine Untersuchung des Augenhintergrundes mit pupillenerweiternden Medikamenten vorbereitet, um einen besseren Einblick zu gewährleisten, was mit einer temporären Fahruntüchtigkeit des Probanden einhergeht. Der von Hermann von Helmholtz 1850/51, aufbauend auf 1847 von Ernst Brücke durchgeführten Versuchen zur Beleuchtung des Augenhintergrunds, entwickelte und sowohl die Netzhaut beleuchtende als auch (durch Verwendung einer Konkavlinse) deutlich darstellende Augenspiegel ...
Der Augenhintergrund (lateinisch Fundus oculi) ist die bei medikamentös erweiterter Pupille durch den transparenten Glaskörper hindurch sichtbare hintere Innenwand des Augapfels und beinhaltet folgende anatomische Strukturen: Netzhaut (Retina) Sehnervenkopf (Papille bzw. Blinder Fleck) Gefäße (Arteria und Vena centralis retinae) Gelber Fleck (Macula lutea) Peripherie der Netzhaut und Übergang zwischen Netzhaut und dem Ziliarkörper (Ora serrata) Der Augenhintergrund wird mittels Augenspiegelung (Ophthalmoskopie) betrachtet. Mittels retinaler Gefäßanalyse können die Blutgefäße ermessen werden. Neben der Erkennung von Erkrankungen des Auges selbst sind internistische oder neurologische Diagnosen möglich. Fotografische Blitzlichtgeräte beleuchten die Retina direkt und intensiv, ohne dass die Pupille sich schnell genug zuziehen kann. In den entsprechenden fotografischen Aufnahmen, die die beleuchtete Netzhaut abbilden, ist dann in der Pupille häufig die stark durchblutete Retina als ...
... ist eine besondere Kategorie der Fotografie, bei der die realen Farbhelligkeitsnuancen von Objekten in einem bildgebenden Verfahren in unbunten Grauwertabstufungen, einschließlich der Extremwerte Schwarz und Weiß, auf einem Bildspeicher fixiert werden. Ursprünglich sprach man von einem Graustufenfoto. Vor Aufkommen der Farbfotografie hatte das Schwarzweißverfahren keinen Namen, mangels Alternativen sprach man allgemein von Fotografie. Die lichtabhängigen chemischen Veränderungen einer beschichteten Oberfläche und deren Nutzung als Bildspeicher bezeichnet man heute oft als „analoge" Fotografie, um sie von digitalen Bildaufzeichnungsverfahren abzugrenzen. Die Digitalfotografie verbindet fotoelektrische Methoden der Bilderfassung mit Speichertechniken der elektronischen Datenverarbeitung. Neben den verschiedenen Silberbildverfahren und der modernen digitalen Bildaufzeichnung werden auch Kombinationen beider Methoden verwendet. Alle fotografischen Verfahren aus der ...
Die Fotografie wurde im 19. Jahrhundert sowie zu Beginn des 20. Jahrhunderts als grafisch ungedeutetes Bild betrachtet, das dem Menschen einen Zugang zum Unsichtbaren eröffnete. Diese der Fotografie zugeschriebene Objektivität machte sie zur "wahren Retina des Gelehrten" (Janssen) und ließ die wissenschaftliche Fotografie entstehen, bei der der Fotoapparat als das "vorrangige Hilfsmittel des menschlichen Auges" (Frizot 1998: 274) betrachtet wurde. Angesichts der Wunderleistungen der Fotografie fiel es schwer, die Grenzen der fotografischen Möglichkeiten zu determinieren, die Möglichkeiten des neuen Mediums wurden noch erkundet.. Einen frühen Versuch, die "Lichtschwingungen der Seele" fotografisch aufzuzeichnen, findet sich bei Hippolyte Baraduc in L'Ame humaine von 1896, der von einer "spontanen Ikonographie" sprach. Seine Bilder zeigen beispielsweise die "vitale Kraft, die durch den mitfühlenden Seelenzustand eines Kindes angezogen wird" als strömungsartig angeordnete "Schleier"; wie ...