... sind spezielle Pflanzendünger, die für die Hydrokultur und Hydroponik benutzt werden. Sie sind notwendig, um die Pflanzen im künstlichen Umfeld zu schützen und mit allen essentiellen Nährstoffen zu versorgen. Die Zusammensetzung von Hydrokulturdüngern unterscheidet sich in der Vielfalt der chemischen Substanzen gegenüber konventionellem Dünger. Pflanzen, die in Erdböden kultiviert werden, benötigen keinen umfangreichen Hydrokulturdünger. Es gibt 3 Möglichkeiten, in der Hydrokultur Pflanzen zu düngen: flüssiger anorganischer Volldünger festes Ionenaustauscher-Granulat organischer Dünger. Pflanzen nehmen nach Bedarf selektiv Mineralien auf. Durch die selektive Aufnahme ändert sich das chemische Gleichgewicht zwischen Kationen und Anionen. Durch Verschiebung des chemischen Gleichgewichts ändert sich der pH-Wert sehr rapide. Verschiebt sich der pH-Wert zu sehr in eine Richtung, kann die Pflanze aufgrund des Membranpotentials nicht mehr alle Ionen aufnehmen. ...
... sind Salze der Chromsäure (H2CrO4). Das Chromat-Anion CrO42− hat eine gelbe Farbe und eine tetraedrische Struktur. Das Dichromat-Anion (Cr2O72−) hat eine orange Farbe und ist aus zwei verzerrten, eckenverknüpften Tetraedern aufgebaut. Zwischen Chromaten und Dichromaten besteht in wässrigen Lösungen ein pH-abhängiges chemisches Gleichgewicht, das dem Prinzip vom kleinsten Zwang gehorcht: 2 C r O 4 2 − + 2 H 3 O + ⇌ C r 2 O 7 2 − + 3 H 2 O {\displaystyle \mathrm {2\ CrO_{4}^{2-}\ +\ 2\ H_{3}O^{+}\ \rightleftharpoons \ Cr_{2}O_{7}^{2-}\ +\ 3\ H_{2}O} } Unter sehr sauren Bedingungen und konzentrierten Lösungen bilden sich in einer analogen Reaktion die eher rötlichen Trichromate (Cr3O102−), Tetrachromate (Cr4O132−) und tiefrote Polychromate (CrnO3n+12−). C r 2 O 7 2 − + C r O 4 2 − + 2 H 3 O + ⇌ C r 3 O 10 2 − + 3 H 2 O {\displaystyle \mathrm {Cr_{2}O_{7}^{2-}\ +\ CrO_{4}^{2-}\ +\ 2\ H_{3}O^{+}\ \rightleftharpoons \ Cr_{3}O_{10}^{2-}\ +\ 3\ H_{2}O} } Alle ...
Unter einem Wanzlick-Gleichgewicht versteht man eine chemische Gleichgewichtsreaktion zwischen einem stabilen Carben und seinem Dimeren. In den 1960er Jahren vermuteten Hans-Werner Wanzlick und Eberhard Schikora, dass die Herstellung eines Carbens mit der Dihydroimidazol-2-yliden-Struktur durch eine Vakuumpyrolyse eines 2-Trichlormethyldihydroimidazol-Derivates unter Abspaltung von Chloroform möglich sein sollte. Beide glaubten, dass ein so hergestelltes Carben zu einem geringen Teil in einem Gleichgewicht mit seinem Dimeren steht. Dies schlossen sie aus Reaktivitätsstudien, da bei der Umsetzung mit einem Elektrophil das Produkt der elektrophilen Substitution erhalten wurde. Das Dimer wäre zu dieser Reaktion nicht in der Lage. Die Hypothese des Carben-Dimer-Gleichgewichtes wurde von David M. Lemal und H. E. Winberg untersucht. Dabei erhitzten sie eine Mischung von zwei verschieden substituierten Tetraaminoethylenen. Bei diesen Experimenten konnten keine gekreuzten Dimere gefunden werden, was ...
In der Chemie werden Gleichgewichtsreaktionen mit einem Doppelpfeil ⇌ gekennzeichnet, bei dem jeder Pfeil jeweils nur eine halbe Spitze besitzt.[1] Dieser wird auch als Gleichgewichtspfeil bezeichnet. Die Hinreaktion verläuft von links nach rechts. Die Rückreaktion von rechts nach links. Ein chemisches Gleichgewicht liegt dann vor, wenn bei einer umkehrbaren chemischen Reaktion Hin- und Rückreaktion mit gleicher Geschwindigkeit ablaufen. Beispiel: ...
Die Protolyse (oder auch protolytische Reaktion) ist eine chemische Reaktion, bei der ein Proton (H+-Ion) zwischen zwei Reaktionspartnern übertragen wird. Mit dem Begriff Protolyse wird häufig fälschlich die Abspaltung von Protonen beschrieben. Die Protolyse ist der entscheidende Vorgang nach der wichtigen Brønstedschen Säure-Base-Theorie. Danach überträgt eine Säure ein Proton (H+) an einen Reaktionspartner. Die als Säure bezeichnete Verbindung wirkt als Protonenspender (Protonendonator), die Base (häufig Wasser) nimmt die Protonen auf und wird daher als Protonenakzeptor bezeichnet. Zwischen den Reaktionspartnern stellt sich ein chemisches Gleichgewicht ein. Wird das Gas Chlorwasserstoff (HCl) in Wasser eingebracht, bildet sich unter Protolyse die Salzsäure. In dieser Gleichgewichtsreaktion sind das Molekül HCl und das Ion H3O+ Protonendonatoren, also nach Brønsted Säuren. H2O und Cl− wirken als Protonenakzeptoren, sie sind nach Brønsted also Basen. H 2 O + H C l ⇌ H 3 O + + ...
0 {\displaystyle \Delta G>0} dann läuft die Reaktion in umgekehrter Richtung ab. Die Gibbs-Energie des Gemischs aus Ausgangsstoffen und Produkten hängt in der Regel von der Mischung ab und ändert sich daher im Verlaufe einer Reaktion. Durchläuft sie dabei ein Minimum, ist also bei Erreichen einer bestimmten Mischung d G = 0 {\displaystyle \mathrm {d} G=0} , dann laufen in diesem Zustand die Hin- und die Rückreaktion mit gleicher Geschwindigkeit ab, das reagierende System hat ein chemisches Gleichgewicht erreicht.Geht ein auf konstanter Temperatur und unter konstantem Druck gehaltenes geschlossenes System in einen Zustand mit anderer Gibbs-Energie über, so ist die maximal mögliche Nicht-Volumenarbeit, welche es im Zuge dieses Prozesses leisten kann, gleich der negativen Änderung der Gibbs-Energie. Der Maximalwert wird erreicht, wenn der Prozess reversibel ist. In diesem Zusammenhang liefert die Gibbs-Energie ein Maß für die „Triebkraft" des Prozesses, wie beispielsweise die ...
Das van-'t-Hoff'sche Gesetz oder Van-'t-Hoff-Gesetz (nach Jacobus Henricus van 't Hoff) beschreibt den Zusammenhang zwischen osmotischem Druck, osmotischer Konzentration c = n V {\displaystyle c={\frac {n}{V}}} und Temperatur für verdünnte Lösungen: Π = n V ⋅ R ⋅ T = c ⋅ R ⋅ T . {\displaystyle \Pi ={\frac {n}{V}}\cdot R\cdot T=c\cdot R\cdot T.} Dabei ist Π der osmotische Druck n die Stoffmenge V das Volumen der Lösung R die Universelle Gaskonstante und T die Temperatur in Kelvin Peter W. Atkins, Julio de Paula: Physikalische Chemie. Wiley-VCH, 2005, ISBN 3-527-31546-2. H. Sehon: Physikalische Chemie. Verlag Herder, Freiburg. i. Brsg., 1976, ISBN 3-451-16411-6. Jacobus Henricus van 't Hoff: Die Gesetze des chemischen Gleichgewichtes für den verdü̈nnten, gasförmigen oder gelösten Zustand, Engelmann, Leipzig 1900, Digitalisate, 2. Auflage 1915. Zuerst in französisch: Une propriété générale de la matière diluée, in Kongl. Svenska vetenskapsakademiens Handlingar., Band 21, ...
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden 3-Hydroxypyridin ist eine organische Verbindung mit der Summenformel C5H5NO. Sie ist isomer zu 2-Pyridon und 4-Pyridon, weist jedoch grundlegend verschiedene Eigenschaften und Reaktivität auf. Die Synthese von 3-Hydroxypyridin verläuft durch Umsetzung von Furfural mit Ammoniak. Außerdem kann es durch Reaktion von 3-Brompyridin unter Druck in einer Alkalischmelze erhalten werden. Bezüglich seiner Eigenschaften unterscheidet sich 3-Hydroxypyridin grundlegend von seinen Isomeren 2- und 4-Pyridon, da es keine Ketoform ausbilden kann. Hingegen besitzt 3-Hydroxypyridin eine zwitterionische Grenzstruktur, deren Anteil im chemischen Gleichgewicht vom Lösungsmittel abhängig ist. Somit reagiert 3-Hydroxypyridin phenolähnlich und nicht amidähnlich. Es wird bevorzugt am Stickstoff protoniert, der einen pKs-Wert von 5,2 besitzt. Freies 3-Hydroxypyridin besitzt keine natürlichen Vorkommen, es ist jedoch als Pyridoxinstrukturelement beispielsweise ...
Hier liegt zusätzlich Stellungsisomerie vor, da sich das 2-Hydroxy-propanal und das 1-Hydroxypropanon nur in den Positionen der Hydroxy- und der Carbonyl-Gruppe unterscheiden. 2. Wird im Beispiel des Propanals die Methylgruppe durch eine Kohlenwasserstoffkette mit vier C-Atomen und je vier Hydroxygruppen ersetzt, liegt eine Aldohexose vor, die über die Endiol-Form mit der Ketohexose in wässriger Lösung im Gleichgewicht vorliegt. So befinden sich in wässriger Lösung die epimere Glucose und Mannose als Aldohexosen mit der Ketohexose Fructose im Gleichgewicht (Lobry-de-Bruyn-Alberda-van-Ekenstein-Umlagerung). Die bisher angenommene Erklärung, dass die positive Fehling-Probe bei Fructose auch auf eine Keto-Enol-Tautomerie zurück zu führen ist, wurde mittlerweile widerlegt[4]. Doch stellen Endiole (bzw. deren Anionen, wie sie in der alkalischen Fehling-Lösung entstehen) selbst starke Reduktionsmittel dar, die zu 1,2-Diketonen dehydriert werden. Beispielsweise wirken auch Benzoin und Acetoin ...
... (eigentlich Lila Bell Acheson, * 25. Dezember 1889 in Virden, Kanada; † 8. Mai 1984 in Mount Kisco, New York) war eine US-amerikanische Verlegerin. Lila Bell Acheson entstammte einer presbyterianischen Familie und studierte an der University of Oregon, die sie im Jahr 1917 mit Erfolg abschloss. Sie lehrte an Schulen und arbeitete nebenher bei der Young Women's Christian Association. Am 15. Oktober 1921 heiratete sie in Greenwich Village DeWitt Wallace und gründete mit ihm ein Jahr später die Zeitung Reader's Digest, deren erste Ausgabe am 5. Februar 1922 erschien. Lila Wallace starb an den Folgen der Alzheimer-Krankheit. 1972 Presidential Medal of Freedom 1978 Auswärtiges Mitglied der Académie des Beaux-Arts 1992 National Medal of Arts, postum Nach ihr ist der Lila Wallace Reader's Digest Writers Award benannt. Lila Wallace in der Notable Names Database (englisch)Normdaten (Person): GND: 119163721 (PICA, AKS) , LCCN: no90007122 , VIAF: 13111776 , Wikipedia- ...
Der giftige Lila Dickfuß (Cortinarius traganus) ist eine Pilzart aus der Familie der Schleierlingsverwandten (Cortinariaceae). Die mittelgroßen Fruchtkörper haben jung einen lilafarbenen, seidigglänzenden Hut und einen keulig bis knolligen Stiel. Wegen seines safrangelblichen Fleisches, das unangenehm süßlich-karbidartig riecht, wird er auch Safranfleischiger Dickfuß genannt. Die Fruchtkörper erscheinen von August bis November vorwiegend im Nadelwald. Der Hut ist 5-12 cm breit, jung fast kugelig und später gewölbt bis ausgebreitet. Die trockene, seidig glänzende Oberfläche ist jung lila bis blauviolett gefärbt, blasst dann silbrig-grau aus und ist im Alter schmutzig gelbbraun bis braun. Der Rand ist jung durch den blass lilafarbenen und stark entwickelten Schleier (Cortina) mit dem Stiel verbunden und bleibt lange mit Resten des Schleiers behangen. Die ziemlich dicht stehenden, untermischten Lamellen sind ausgebuchtet am Stiel angewachsen. Sie sind jung blassocker bis gelbbraun und ...
... ist ein Farbreiz, dessen Absorptionsmaximum vom kurzwelligen Ende des sichtbaren Lichtes, dem UV, bis etwa 425 nm reicht. Licht mit dieser Eigenschaft kann auch als Körperfarbe remittiert sein. Im normalen Sprachgebrauch werden die Farbnamen Violett und Lila zwar überdeckend für Farbtöne zwischen Rot und Blau genutzt, Violett ist jedoch der „reine kurzwellige" Farbreiz, während Lila eine gebrochene Farbe im Rotblau beschreibt. Die Komplementärfarbe nach der subtraktiven Farbmischung ist Gelb, nach additiver Farbmischung ist es Grün (wobei dort die exakte Mischung aus dem jeweiligen primären Rot- und Blauton (Sekundärfarbe) eher als Magenta bezeichnet wird; Violett ist somit eine Tertiärfarbe, die sich aus Magenta und Blau ergibt und zu Gelbgrün komplementär ist). Fliederviolett Farbcode: #9932CC Veilchen-Violett Farbcode: #8B00FF Violett Farbcode: #A146FF Der Begriff Violett ist dem französischen Begriff für Veilchen (violette) entlehnt. Im Lateinischen gibt es das ...
... [ˌdiːpˈpɜːpl̩] ist eine im April 1968 gegründete englische Rockband. Mit ihrem Stil, der vom Klang der Hammond-Orgel, markanten Gitarrenriffs, Improvisation, treibender Rhythmusarbeit und markantem Gesang geprägt ist, zählt sie zu den ersten und einflussreichsten Vertretern des Hard Rock und des aufkeimenden Heavy Metal. Das Guinness-Buch der Rekorde verzeichnete Deep Purple 1975 dank ihrer 10.000 Watt starken Marshall-PA-Anlage, die bis zu 117 dB erreichte, als „lauteste Popgruppe der Welt" (Loudest Pop Group). Deep Purple gehört mit über 130 Millionen verkauften Alben - nach manchen Schätzungen sind es 150 Millionen - zu den weltweit kommerziell erfolgreichsten Rockbands. Im Verlauf der von zahlreichen Besetzungswechseln geprägten Bandgeschichte erfolgten dabei auch musikalische Neuausrichtungen. Im Frühwerk der Band stehen Hard Rock, Psychedelic Rock, Progressive Rock und Bluesrock (Hush) neben Annäherungsversuchen zwischen Rockmusik und Klassik (Concerto for ...