Zwei Biopsien ergaben den Grund meiner erneuten zunehmenden Schwäche. Die Diagnose lautete auf Histoplasmose, einer Infektion aufgrund eines Pilzes, die ich mir vor über 25 Jahren in Afrika zugezogen hatte. Die Pilzsporen verbreiten sich durch Staub und wenn sie nicht rasch behandelt werden, durchseucht der Pilz alle inneren Organe des Menschen. Somit ist Histoplasmose im Normalfall tödlich. Jedenfalls hat der Pilz Histoplasmose bereits die Lunge geschädigt, das Herz, die Leber, die Nieren, die Nebenniere, den Magen, die Milz - also verbleiben mir kaum noch Organe, die nicht geschädigt wären. Zwar gilt Sporanox als gefährliches Medikament (Chemotherapie), das laut deutscher ehemaliger Hausärztin auf keinen Fall länger als 2 Wochen eingenommen werden darf und hier im Kantonspital St. Gallen heißt es: einzunehmen für die Dauer eines ganzen Jahres im Behandlungsfall von Histoplasmose., da dies sonst meinen Exitus bedeuten würde. Also beachte ich peinlich genau die Medikation und ...
Das BODE SCIENCE CENTER forscht für den Infektionsschutz und berät zu Desinfektion, Hygiene, Infektionsprophylaxe und nosokomialen Infektionen.
Die definitive Diagnose von Histoplasmose kann kompliziert werden, vor allem wenn der Betroffene keine Anzeichen für einen Kontakt mit den Sporen aufzeigt. Viele bakterielle und durch Pilze hervorgerufene Krankheiten zeigen ähnliche Symptome auf wie Histoplasmose. Hierzu gehören beispielsweise Sarkoidose, Tuberkulose oder die Infektion mit Blastomykose oder Aspergillus. Tatsächlich wurden vor 1932 viele Patienten mit Histoplasmose fälschlich mit Tuberkulose diagnostiziert. Und auch heute bleibt die genaue Diagnose eine Herausforderung.. Proben von Speichel, Blut oder Gewebe können auf Träger angebracht werden, die das Wachstum von H. capsulatum befördern. Wenn sich der Pilz kultiviert, ist die Diagnose bestätigt. Doch bei chronischen Erkrankungen entwickeln sich die Kulturen nur in etwa 60 Prozent der Fälle und in akuten Fällen nur in 15 Prozent. Dazu kommt, dass die Ausbildung der Kulturen 2 bis 12 Wochen dauern kann; Zeit, die für eine gezielte Behandlung verlorengeht. Akute ...
Die Histoplasmose (auch Retikuloendotheliale Zytomykose oder Darling-Krankheit) ist eine systemische Infektionskrankheit durch Infektion mit dem Pilz Histoplasma capsulatum. In der Mehrzahl der Fälle ist nur oder vorwiegend die Lunge befallen. Dem Vorkommen des Erregers entsprechend ist die Histoplasmose in Süd-, Mittel- und Teilen Nordamerikas, Indonesien und Afrika verbreitet. Fälle in Westeuropa sind die Ausnahme. Die Ansteckung mit dem im Erdboden lebenden Pilz erfolgt durch Einatmen der Sporen. In der Lunge werden diese durch Makrophagen phagozytiert. Sie entwickeln sich innerhalb der Makrophagen zur Hefeform, die sich durch Sprossung vermehrt. Es kommt zur Bildung kleiner, zunächst epitheloidzelliger Granulome, die später zum Teil zentral eine „verkäsende Nekrose aufweisen. Die Abheilung erfolgt unter Verkalkung. Über den Blutkreislauf können Histoplasmen verschleppt werden und sekundär Lymphknoten, Leber und Milz befallen. Besonders das Retikuloendotheliale System ist in den ...