Der Nucleus basalis (Meynert, Ch4) ist einer der wichtigsten Acetylcholin produzierenden Kerne des Zentralnervensystems. Er befindet sich im frontalen, basalen Telencephalon in etwa zwischen Amygdala und Globus pallidus. Efferenzen sendet der Nucleus basalis in das limbische System sowie die gesamte Großhirnrinde. Der Kern wurde vom Neuroanatomen Theodor Meynert zum ersten Mal beschrieben. Ausfälle des Nucleus basalis werden mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht und resultieren aus dem Fehlen des Transmitters Acetylcholin im Telencephalon. Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz werden Acetylcholinesterasehemmer verwendet, um die Konzentration von Acetylcholin im synaptischen Spalt zu erhöhen. Mathias Berger: Psychische Erkrankungen: Klinik und Therapie. Urban & Fischer, 2004, ISBN 3-437-22480-8 ...
Die Lewy-Körper-Demenz, Lewy-Körperchen-Demenz oder auch Lewy-Body-Demenz (LBD) ist nach dem Morbus Alzheimer die zweithäufigste neurodegenerative Demenz im Alter und kann sowohl als eigenständige Erkrankung auftreten als auch sekundär im Rahmen einer bereits bestehenden Parkinson-Krankheit. Die Lewy-Körper-Demenz macht zirka 20 % aller Demenzformen aus. Benannt ist die Erkrankung nach Friedrich H. Lewy (1885-1950), einem deutschen Neurologen. In seinem Buchkapitel über die „Paralysis agitans" (heute Morbus Parkinson) beschrieb er erstmals die später nach ihm benannten Lewy-Körperchen. Während seiner Tätigkeit an der Berliner Charité fand er diese Veränderungen im Nucleus basalis Meynert und Nucleus dorsalis nervi vagi von Parkinson-Patienten. diffuse Lewy-Körperchen-Erkrankung bzw. Demenz mit Lewy-Körperchen Morbus Parkinson mit begleitender Alzheimer-Pathologie Lewy-Körperchen-Variante des Morbus AlzheimerEine klare Differenzierung kann ...
Bei der anterograden Amnesie (auch Ekmnesie, englisch ecmnesia) ist die Merkfähigkeit für neue Bewusstseinsinhalte massiv reduziert. So können neue Dinge nur noch für ein bis zwei Minuten im Gedächtnis erhalten werden, ehe sie wieder vergessen werden. Gründe sind der Ausfall des wesentlichen Neuronenkreises im limbischen System (Papez-Kreis) bzw. der Untergang der Neuronen im Nucleus basalis Meynert (Morbus Alzheimer). Die anterograde Amnesie tritt oft kombiniert mit einer retrograden Amnesie auf - z. B. bei posttraumatischen Amnesien mit Bewusstseinsverlust durch Gehirnerschütterung, wobei in der Zeit der Verwirrung nach dem Erwachen eine anterograde Amnesie auftritt und auch eine Erinnerungslücke bezüglich der Geschehnisse unmittelbar vor dem traumatischen Ereignis nicht geschlossen werden kann (retrograde Amnesie). Eine anterograde Amnesie liegt im Rahmen eines amnestischen Syndroms, sehr häufig verknüpft mit einer schweren retrograden ...
... ist eine Wanzenart aus der Familie der Weichwanzen (Miridae). Die Wanzen werden 4,0 bis 5,2 Millimeter lang. Die Arten der Gattung Orthops haben dunkle Fühler. Sie können manchmal nicht anhand der äußeren Merkmale sicher bestimmt werden. Orthops basalis hat nie eine grüne Färbung oder einen grünen Stich wie Orthops campestris. Sie ist größer und hat einen langgestreckteren, häufig stärker dunkel gemusterten Körper. Die Männchen tragen häufig drei blasse Punkte auf dem Schildchen (Scutellum). Von der sehr ähnlichen Art Orthops kalmii kann man die Art anhand dem dritten Fühlerglied unterscheiden, das ziemlich lang ist und nur wenig kürzer ist als die Breite des Kopfes. Die Nymphen sind grün. Die Art ist in ganz Europa und im westlichen Nordafrika sowie östlich bis Sibirien und nach Zentralasien verbreitet. Sie wurde durch den Menschen möglicherweise auch in Nordamerika eingeschleppt, dabei handelt es sich möglicherweise aber um eine ähnliche Art. In ...
Auguste-Henri Forel (* 1. September 1848 auf dem Landsitz La Gracieuse in Morges; † 27. Juli 1931 in Yvorne) war ein Schweizer Psychiater, Hirnforscher, Entomologe, Philosoph und Sozialreformer. Er gilt als Vater der Schweizer Psychiatrie und als einer der wichtigsten Vertreter der Abstinenzbewegung in der Schweiz. Von 1862 bis 1866 absolvierte der Vetter von François-Alphonse Forels das Gymnasium in Lausanne. Anschliessend studierte er von 1866 bis 1871 Medizin an der Universität Zürich. 1871 war Forel freiwilliger ärztlicher Helfer im Deutsch-Französischen Krieg. 1871 und 1872 arbeitete er an seiner Doktorarbeit über Neuroanatomie bei Theodor Meynert in Wien. 1872 bestand er das Staatsexamen in Lausanne und promovierte in Zürich. Von 1873 bis 1878 war er in München Assistenzarzt bei Bernhard von Gudden, dem damals führenden Hirnforscher Europas. 1877 erlangte er die Lehrberechtigung an der Ludwig-Maximilians-Universität München aufgrund seiner Untersuchungen der Haubenregion im ...
... (* 27. Juni 1816 in Wien; † 9. Oktober 1889 ebenda) war ein österreichischer Psychiater. Maximilian Leidesdorf promovierte 1845 in Bonn und wirkte als Spitalsarzt in Moskau und ab 1848 als Leiter einer privaten Irrenanstalt in St. Petersburg. Ab 1872 war Leidesdorf als Nachfolger von Theodor Meynert Primararzt der Irrenabteilung im Allgemeinen Krankenhaus der Stadt Wien. Ab 1886 war er Mitglied des Obersten Sanitätsrats. Seine Arbeiten konzentrierten sich auf dem Gebiet der Verbindung zwischen körperlichen Krankheiten und Geisteskrankheiten. Leidesdorf ist auf dem Döblinger Friedhof (Gruppe A, Nummer 19) bestattet. Im Jahr 1894 wurde in Wien Döbling (19. Bezirk) die Leidesdorfgasse nach ihm benannt. Pathologie und Therapie der psychischen Krankheiten. Enke, Erlangen 1860 (Digitalisat); 2., umgearbeitete und wesentlich vermehrte Auflage: Lehrbuch der psychischen Krankheiten. Enke, Erlangen 1865 (Digitalisat). Vierteljahresschrift für Psychiatrie, 1865, herausgegeben ...
Besondere Anerkennung fanden seine Entdeckung des Ursprungs der Fasern der Kleinhirnstrangbahn aus den Achsenzylindern der Ganglienzellen der Clark´schen Säulen, seine mikroskopischen Studien des Zentralkanals und neue Methoden der pathologischen Histologie. Dazu unternahm Arnold Pick umfangreiche pathologische Untersuchungen an Patienten mit psychiatrischen Erkrankungen. Seine Publikationen über die corticale Lokalisation von Sprachstörungen erlangten internationale Anerkennung. Neben seinen etwa 350 Publikationen (siehe bei Publikationen) schrieb er ein Lehrbuch zur Pathologie des Nervensystems. Er arbeitete eng mit Otto Kahler, ebenfalls Ordinarius an der deutschen Karls-Universität Prag, zusammen. 1880 erkannten sie die Anordnung der Nervenfasern im Tractus spinothalamicus das sogenannte Kahler-Pick-Gesetz. Arnold Pick beschrieb als erster Neurologe einen Subtyp der frontotemporalen Demenzen (FTD), eine degenerative Hirnerkrankung, die als Morbus Pick bezeichnet wurde. Die dabei ...
... (* 28. August 1858 in Saaz in Böhmen; † 3. Januar 1933 in Halle (Saale)) war ein österreichischer Neurologe und Psychiater. Nach dem Schulbesuch in Saaz und Prag studierte der Sohn eines Baumeisters in Prag und Wien und wurde 1882 in Graz zum Dr. med. promoviert. Er arbeitete zunächst als Assistenzarzt unter der Leitung von Arnold Pick an der Irrenanstalt Dobrzan und an der Psychiatrisch-Neurologischen Klinik der Deutschen Universität Prag, bevor er 1887 als Assistent an die Psychiatrische Klinik in Wien wechselte, um bei Theodor Hermann Meynert zu lernen. 1889 habilitierte er sich für Psychiatrie und Neurologie, wurde 1891 als Extraordinarius für Psychiatrie an die Universität Innsbruck berufen und Direktor der dortigen Universitätsklinik. In Innsbruck wurde er Mitglied der schlagenden Studentenverbindung Akademischer Gesangsverein. 1894 wechselte Anton als Ordinarius nach Graz. 1905 übernahm der den Lehrstuhl Carl Wernickes in Halle (Saale) und leitete als Direktor die ...
... (russisch Сергей Сергеевич Корсаков; * 22. Januarjul./ 3. Februar 1854greg. in Gus-Chrustalny; † 1. Maijul./ 14. Mai 1900greg. in Moskau) war ein russischer Nervenarzt. Er studierte Medizin an der Moskauer Universität. Nach seinem Examen im Jahre 1875 arbeitete er ab 1876 in einer Nervenklinik und hatte dabei ausgiebig Gelegenheit, die Auswirkungen des Alkoholismus zu beobachten. 1880 veröffentlichte er eine erste detaillierte Beschreibung einer vor allem bei Alkoholikern auftretenden Form der Amnesie. 1887 beschrieb er verschiedene Fälle von alkoholbedingter Polyneuritis mit ausgeprägten psychischen Syndromen. Für seine Arbeit über alkoholische Paralyse erhielt er 1887 den medizinischen Doktorgrad. 1888 wurde er Privatdozent und 1892 Leiter einer neuen psychiatrischen Universitätsklinik und Extraordinarius. Er war zeitweise in Wien zu Besuch und in dieser Zeit Schüler von Theodor Meynert. Korsakow war einer der größten Psychiater ...
Der Nucleus ruber (von lat. nucleus „Kern" und ruber „rot"; „roter Kern") ist eine Ansammlung von Nervenzellen (Kern) des Mittelhirns. Auf einem Querschnitt ist er beim Menschen makroskopisch als großer, runder, rötlich gefärbter Kern zu sehen. Die Färbung entsteht durch den hohen Eisengehalt in den Perikaryen. Der Nucleus ruber wird in zwei Abschnitte unterteilt. Die Pars magnocellularis besteht aus großen Zellen und bildet entwicklungsgeschichtlich den älteren Teil. Die Pars parvocellularis besteht aus kleinen Zellen und bildet den größeren Teil des Kerns. Der Nucleus ruber ist eine wichtige Schaltstelle im motorischen System. Er projiziert mit seinen Efferenzen ins Rückenmark und liefert dadurch einen wichtigen Teil des extrapyramidalmotorischen Systems. Er nimmt, über Schaltkreise mit dem Nucleus emboliformis des Kleinhirns, Einfluss auf den Muskeltonus und die Körperhaltung. Der Nucleus ruber ist Teil ...
Der Nucleus basalis (Meynert, Ch4) ist einer der wichtigsten Acetylcholin produzierenden Kerne des Zentralnervensystems. Er befindet sich im frontalen, basalen Telencephalon in etwa zwischen Amygdala und Globus pallidus. Efferenzen sendet der Nucleus basalis in das limbische System sowie die gesamte Großhirnrinde. Der Kern wurde vom Neuroanatomen Theodor Meynert zum ersten Mal beschrieben. Ausfälle des Nucleus basalis werden mit der Alzheimer-Krankheit in Verbindung gebracht und resultieren aus dem Fehlen des Transmitters Acetylcholin im Telencephalon. Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz werden Acetylcholinesterasehemmer verwendet, um die Konzentration von Acetylcholin im synaptischen Spalt zu erhöhen. Mathias Berger: Psychische Erkrankungen: Klinik und Therapie. Urban & Fischer, 2004, ISBN 3-437-22480-8 ...
Die Regenbogen-Schwertlilie (Iris innominata) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Schwertlilien (Iris) innerhalb der Familie der Schwertliliengewächse (Iridaceae). Die Regenbogen-Schwertlilie ist eine herbst-frühsommergrüne, ausdauernde krautige Pflanze, die ein Rhizom als Überdauerungsorgan bildet. Sie erreicht Wuchshöhen von 15 bis 25 Zentimeter. Die Blätter sind wintergrün, 35 Zentimeter lang, 0,2 bis 0,4 Zentimeter breit und länger als der Stängel. Eine Seite ist dunkelgrün, die andere ist heller. Am Grund sind die Blätter purpurn. Die meist eine, selten zwei Blüten haben einen Durchmesser von 6,5 bis 7,5 Zentimeter und sind goldgelb bis blassgelb oder blasslila gefärbt und braun oder violett geadert. Die Hängeblätter messen 4,5 bis 6,5 × 1,7 bis 3 Zentimeter, die Domblätter 4 bis 5,7 × 0,9 bis 1,6 Zentimeter. Bei beiden ist der Rand kraus. Die Perigonröhre ist 4,5 bis 12 Zentimeter lang. Die Frucht ist im Durchmesser rund und hat 3 Rippen. Die Blütezeit liegt im ...
... (lat. locus 'Ort', 'Platz', 'Stelle'; Mehrzahl loci) oder Lokus steht für: Locus, geometrischer Ort in der Elementargeometrie Locus, Genlocus auf dem Genom Locus, Ort, dem ein Gedächtnisinhalt bei der Loci-Methode zugeordnet wird Locus amoenus, literarischer Topos für eine idealisierte Naturlandschaft oder Idylle Locus majoris irritationis, die am stärksten betroffene Stelle, z. B. eines Organs Locus minoris resistentiae, der schwächste Teil eines gegebenen Systems Locus, Standortverzeichnis mit Euroschlüssel zugänglicher Behindertentoiletten Lokus, Toilette oder umgangssprachlich auch „stilles Örtchen" Locus als Teil der anatomische Bezeichnung Locus caeruleus, auch Nucleus caeruleus, Kerngebiet in der Brückenhaube des Rautenhirns Locus Kiesselbachi, gefäßreiche Region im vorderen Bereich des knorpeligen Nasenseptums Locus als Name Locus (Magazin), englischsprachiges Magazin über Science-Fiction- und Fantasy-Literaturbetieb Locus Award, ein von diesem Magazin ...
Nucleus basalis Nucleus basalis/Nucleus basalis/nucleus basalis of Meynert, basal nucleus ... Nucleus basalis, pars lateralis Nucleus basalis, pars lateralis/Nucleus basalis, pars lateralis/lateral basal nucleus ... Nucleus basalis, pars medialis Nucleus basalis, pars medialis/Nucleus basalis, pars medialis/medial basal nucleus ... Nucleus Nucleus/Nucleus/nucleus Nucleus, Plural Nuclei, bezeichnet zweierlei: Zum einen den Kern einer Zelle, den Zellkern. Zum ...
Quantitative changes of dendrites in rat dentate gyrus and basal nucleus of Meynert after passive avoidance training in the ... Quantitative changes of dendrites in rat dentate gyrus and basal nucleus of Meynert after passive avoidance training in the ...