Alkalose ist ein medizinischer Zustand, der durch einen erhöhten pH-Wert im Blut gekennzeichnet ist, was auf eine übermäßige Ansammlung von Basen oder einen Mangel an Wasserstoffionen (Protonen, H+) zurückzuführen ist. Normalerweise liegt der pH-Wert des arteriellen Blutes zwischen 7,35 und 7,45. Wenn der pH-Wert über 7,45 steigt, spricht man von Alkalose.

Es gibt zwei Haupttypen der Alkalose: die metabolische Alkalose und die respiratorische Alkalose. Die metabolische Alkalose entsteht durch ein Ungleichgewicht im Elektrolythaushalt, insbesondere durch einen Verlust von Chloridionen oder eine übermäßige Ausscheidung von Salzsäure (HCl) aus dem Magen. Die respiratorische Alkalose hingegen ist die Folge einer gesteigerten Atemfrequenz und -tiefe, was zu einer vermehrten Abatmung von Kohlendioxid (CO2) führt und den pH-Wert im Blut ansteigen lässt.

Die Symptome der Alkalose können variieren und hängen vom zugrunde liegenden Typ und der Schwere des Zustands ab. Leichte Fälle von Alkalose können asymptomatisch sein, während schwere Fälle zu Muskelschwäche, Krampfanfällen, Herzrhythmusstörungen, Bewusstseinsverlust und, wenn unbehandelt, zum Tod führen können. Die Behandlung der Alkalose zielt darauf ab, die zugrunde liegende Ursache zu identifizieren und zu korrigieren sowie gegebenenfalls die Elektrolyt- und Säure-Basen-Balance im Körper wiederherzustellen.